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Dienstag, 1. Juni 2010

Bemusterung

Endlich war es soweit. Der Termin, auf den wir uns bis dato am meisten gefreut haben. Schon im Vorfeld sind wir mehrfach in Kaarst gewesen und haben eine Vorauswahl getroffen, um bei der Bemusterung gut vorbereitet zu sein und Zeit zu sparen (falls sie das liest, wird Frau Höltgen jetzt wahrscheinlich schmunzeln, da wir Ihrer Meinung nach einen neuen Rekord aufgestellt haben). Um es vorweg zu nehmen, die Bemusterung raubte uns dreien mehr als sieben Stunden unseres kostbaren Lebens. Doch die Zeit ist wie im Flug vergangen und als Melli und ich uns im Anschluss ansahen und weder Kratz- noch Bissspuren bemerkten, war uns schnell klar, dass wir das eigentlich gut hinbekommen haben. Man sagt ja die Bemusterung ist eine der größten Bewährungsproben während einer Bauphase. Na ja, davon haben wir Gottseidank nicht allzu viel gemerkt. Lediglich beim Kampf um die Wandfliesen für das Gäste-WC war ich (Mirek) kurz davor, irgendjemanden auf links zu drehen, wurde aber durch die Offerte eines McDonald‘s-Besuches im Anschluss an die Bemusterung beschwichtigt. Um es einfach auszudrücken: die beiden Frauen haben mich ausgetrickst, denn auch Frau Höltgen war von meiner extravaganten Idee nicht wirklich begeistert. Ansonsten haben wir unsere Ideen im Großen und Ganzen gut umsetzen können und hoffen, dass das Ergebnis mindestens unsere Erwartungen erfüllt ;-).
Insgesamt war die Bemusterung eine tolle Erfahrung und obwohl sie so viel Zeit in Anspruch nahm, wirkte Frau Höltgen zu keinem Zeitpunkt desinteressiert, gelangweilt oder genervt. Einfach bemerkenswert die Geduld, die Professionalität sowie die Menschlichkeit, mit der sie uns begegnet ist.
Dafür ein großes Lob und ein noch größeres DANKE SCHÖN.

Sonntag, 30. Mai 2010

Die Küche

Die Auswahl der Küche fiel uns besonders schwer und hat insgesamt am meisten Zeit in Anspruch genommen („uns“ stimmt in diesem Fall nicht ganz, denn eigentlich hat Melli alles gemanagt, während mein Kopf berufsbedingt geraucht hat :-)). Melli hat insgesamt mehrere stundenlange Planungsgespräche bei Wohnwelt Fahnenbruck, Küchen Aktuell in Krefeld und in Wuppertal, Marquardt Küchen, Alma Küchen, Küchenwelt sowie Meda Küchen hinter sich gebracht, was in der Summe etwa einer mehrjährigen, anspruchsvollen Ausbildung zur Küchenfachverkäuferin gleichkommt, so dass sie seit dem den Status einer weltweiten Küchenkoryphäe genießt. Es kristallisierte sich im Verlauf sowohl den Preis als auch die Qualität betreffend eine Tendenz zu Marquardt und Küchen Aktuell heraus. Wichtig war uns, dass die Küche nicht von unqualifizierten Subunternehmen geliefert und aufgebaut wird sowie der Zeitpunkt der Bezahlung. Da wir vor dem o.g. Hintergrund letztendlich der Meinung waren, das beste Angebot bei Küchen Aktuell zu erhalten, fiel die Entscheidung auf diesen Anbieter.

Montag, 3. Mai 2010

Bauantragsgespräch

Das Bauantragsgespräch fing zunächst mit einer unschönen Überraschung an. Nachdem wir das Grundstück ja bereits gekauft haben, erfuhren wir erst jetzt, dass unser Baufenster kleiner war als ursprünglich angegeben. Es stellte sich heraus, dass der Makler, der uns das Grundstück verkauft hatte, eine alte Grundstücksskizze mit einem ungenauen Maßstab als Vorlage hatte. Die Folge war nun: 1. das Haus musste jetzt verkleinert werden und 2. konnten wir unser Bad nicht mehr so verwirklichen wie ursprünglich geplant (unsere Idee war ähnlich der von Rina und Paddy, wobei wir hinter der Wand gerne eine begehbare Dusche gehabt hätten). Nachdem nun der erste Schock verdaut war und wir unsere Badidee begraben hatten, folgte der zweite Paukenschlag. Die Baupläne, die Herrn L. vorlagen, waren nicht aktuell. Es handelte sich um Pläne eines alten Alternativangebotes, das wir uns von Herrn Schmidt haben machen lassen und bereits ziemlich früh (März 2009) verworfen haben. Wer nun diesen Plan herausgegraben und als Grundlage zum Bauantragsgespräch weitergeleitet hat, bleibt wohl in den heiligen Hallen von Viebrock in Kaarst verborgen. Als Konsequenz jedenfalls hatten wir und Herr L. jetzt mehr Arbeit, da die Änderungen noch einmal vorgenommen werden müssten. Nachdem wir also das sehr zähe und schwerfällige Gespräch hinter uns gebracht hatten und das gleiche Gefühl von unserem Gegenüber vermittelt bekamen (jeder kann mal einen schlechten Tag erwischen), fuhren wir nach Hause, um unserem Bad nachzutrauern.

Dienstag, 20. April 2010

Die Bodenprobe

Endlich ging es los, auch wenn es „nur“ die Bodenprobe war. Herr Frieling bestand übrigens darauf, dass die Bodenprobe vor Unterzeichnung des Grundstückskaufvertrages stattfindet, um mögliche die Kosten der grundstücksspezifischen Arbeiten betreffende „Überraschungen“ so gering wie möglich zu halten. Diese Tatsache konnte uns zwar vor einem Horror-Wochenende auch nicht bewahren, aber dazu später mehr. Jedenfalls kam Herr Sch. an dem besagten Tag etwas früher als angekündigt, so dass wir die Probebohrungen selbst nicht mitbekommen haben. Er war sehr nett, erklärte alles was er gemacht hat, aus welchen Schichten so ein Boden besteht und was gut und was schlecht sei. Er ließ sich auch dazu hinreißen, eine Prognose bezgl. der auf uns zukommenden Kosten der grundstücksspezifischen Arbeiten abzugeben. Als wir die Summe hörten, sackten uns fast die Beine weg. Der Betrag war um ein vielfaches höher als der im Vorfeld von Herrn Schmidt geschätzte Betrag, der ja durch den Vergleich von verschiedenen Erfahrungswerten zustande kommt. Wir waren maximal verunsichert. Entweder hatten wir Pech mit unserem Grundstück, was zur Konsequenz gehabt hätte, dass wir das Grundstück unter Umständen nicht gekauft hätten oder Herr Sch. hat sich einfach verschätzt, was wir uns aufgrund seiner Erfahrung auch nicht vorstellen konnten. Es folgte das bis dato schlimmste Wochenende. Wir überlegten hin und her und haben uns schon mit dem Gedanken angefreundet, auf ein anderes Grundstück zu warten. Doch dann kam das endgültige Gutachten und der gute Herr Sch. hat sich gaaaaaanz schon geirrt.

Unser Fazit: Zum ersten Mal haben wir bei Viebrock mit jemanden zu tun gehabt, der sich nicht unbedingt professionell verhalten hat, denn unserer Meinung nach hätte Her Sch. einfach sagen sollen, dass er die Kosten nicht abschätzen kann statt uns irgendwelche horrenden Beträge zu nennen.


Mit diesem Gerät hat Herr Sch. den Boden untersucht und uns um ein ruhiges und entspanntes Wochenende gebracht.

Samstag, 3. April 2010

Die Finanzierung

Wie schon erwähnt haben wir mehrere Termine bei verschiedenen Geldinstituten wahrgenommen und interessante Angebote erhalten. Ein besonders attraktives Angebot schien bei Frieling Finanz in greifbarer Nähe. Da wir aber den ersten Kontakt mit Herrn Frieling als eher unangenehm empfanden und man sich auch noch nicht wie versprochen bezüglich eines neuen Termins mit uns in Verbindung gesetzt hat, hakten wir das Thema Frieling Finanz ab und konzentrierten uns auf die anderen Angebote. Ganz hoch im Rennen stand da die Finanzierung mit der Interhyp. Da uns aber das Treffen mit Herrn Frieling doch ein wenig wurmte (schließlich war es das erste negative Erlebnis in unserer noch so jungen Bauherrenkarriere), sprachen wir das Thema beim nächsten Treffen mit unserem Verkaufsberater an. Zu unserer Überraschung konnte er sich das gar nicht vorstellen und offenbarte uns, dass der gute Herr Frieling an dem Tag, an dem wir unseren Termin mit ihm hatten, aufgrund eines Schneechaos gezwungen war, halb Deutschland im Rückwärtsgang zu durchqueren (ein Todesritt, der unserer Ansicht nach zu schlechter Laune und einem schmerzhaft steifen Nacken führen kann). Der Mann war also exkulpiert und wir machten einen zweiten Termin aus. An diesem Tag durfte Herr Frieling seine Kilometer in einem der sieben (wenn mich nicht alles täuscht, sind es sieben) Vorwärtsgänge abspulen (und soweit ich weiß, ist es so oft wie es nur möglich ist, der siebte Gang). Ergo: keine schlechte Laune, keine zervikalen Beschwerden, so dass einem entspannten und erfolgreichen Gespräch nichts im Wege stand und wir somit das auf uns gemünzte Angebot bekamen (wenn es in Kaarst hierfür eine €Glocke€ gäbe, hätte sie auch jetzt geläutet ;-)). „Es macht sich bezahlt, mit Menschen zu sprechen statt Buttons auf dem Rechner zu drücken“. Dass wir Frieling Finanz abschließend ohne Bedenken weiterempfehlen, ist sicherlich mehr als selbstverständlich.

An dieser Stelle möchten wir uns bei dem „alten“ Herrn noch mal ganz herzlich bedanken.

P.S.: Eine Petition an einen der führenden bayerischen Automobilhersteller mit der Bitte, Rückwärtsfahrten, z. B. durch Rückwärtskameras, etwas komfortabler zu gestalten, ist bereits unterwegs.