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Freitag, 12. November 2010

Und täglich grüßt das Murmeltier

Neben der mündlichen Zusage von Herrn Bosch war im Abnahmeprotokoll schriftlich eine fristgerechte Behebung der noch ausstehenden Punkte bis zum 12.11.2010 festgelegt. Pustekuchen! Keine Handwerker, kein Anruf, kein Wunder, bei 20 zu betreuenden Baustellen geht eine einzelne schon mal unter und das mussten wir während der Bauphase leider Gottes allzu oft erfahren.

Und täglich grüßt das Murmeltier:
erneut haben wir also heute morgen Herrn Bosch angerufen
und erneut war nur die Mailbox dran
und erneut hat sich den ganzen lieben Tag keiner zurückgemeldet
und erneut wissen wir, dass das alles wie so oft sicherlich einen triftigen Grund haben wird
und erneut erlangen wir die Gewissheit, dass wir uns dafür leider nichts kaufen können
und erneut fragen wir uns, ob man das alles noch ernst nehmen soll.

Es gibt ja Leute, die 6, 7, 8 oder 12 Monate bauen. Da wollen wir uns mal nicht beschweren, bis dahin ist es noch eine laaaaange Zeit.

Mittwoch, 10. November 2010

Zwischenbericht

Bis jetzt nichts passiert, außer dass heute unsere Duschwand geliefert und moniert wird. Wenigstens sind die Fortschritte, die wir im Rahmen der Eigenleistungen machen, deutlich erkennbar. Wir tapezieren und streichen uns so von Raum zu Raum...

Diese Sonnenuntergänge dürfen wir demnächst öfter von der Terrasse aus beobachten ;o)

Eine unangenehme Überraschung hatten wir diese Woche mit unserem Garagenlieferanten K-Plus Garagen erlebt. Als die Fundamente für die Garagen gesetzt wurden, mußte Boden zum Höhenausgleich angeschafft werden. Diese Arbeiten sollte der Tiefbauer des Garagenlieferanten zum mit uns telefonisch vereinbarten Preis durchführen. Eigentlich hätten wir unseren Mutterboden von unserem Nachbarn kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Doch das wäre mit zeitlichen Verzögerungen verbunden und wir entschieden uns für die schnellere jedoch kostenpflichtige Variante, wobei wir den Tiefbauer ausdrücklich darauf hinwiesen, dass er die Arbeiten nur zum vereinbarten Preis durchführen soll. Letzte Woche kam dann die Rechnung, die mehr als das doppelte des telefonisch vereinbarten Preises betrug. Wir sind gespannt wie man dort auf unseren Widerspruch reagiert.

Donnerstag, 4. November 2010

Endabnahme

Immerhin ist der Parkettboden fertig und einige Kleinigkeiten erledigt, jedoch sind manche Dinge, die bemängelt wurden, nicht erfolgt bzw. behoben worden. Zum Einen das Parkett. Da es erst geschliffen, geölt und anschließend heute poliert wurde, können wir noch nichts zu möglichen Mängeln sagen. Sieht aber auf jeden Fall schon jetzt sehr schön aus. Zum anderen ist das Waschbecken im Gäste-WC, das im Rahmen des Fliesenaustausches kurzfristig abmontiert werden mußte, noch nicht wieder angebracht. Auch der Eingangstürrahmen inkl. Türgriff fehlt noch und der Schornstein muß verkleidet werden (wir berichteten darüber bereits vor einigen Wochen). Dann noch ein paar Kleinigkeiten wie noch ausstehende Leitungsisolierungen, Austausch einer Sicherung für die Heizungsanlage, Löcher in der Dachfolie im Spitzboden, eine Zeitschaltuhr für den Badheizkörper sowie die offizielle Einweisung in die Bedienung der Wärmepumpe. Herr Bosch versprach jedenfalls, dass diese Dinge bis Ende der nächsten Woche erledigt werden, so dass wir die Abnahme schnell über die Bühne brachten, jedoch ohne die Urkunde/Garantie erhalten zu haben, da wir noch einen Teil der letzten Rate einbehalten haben. Wir haben lange überlegt, das Geld sofort zu überweisen, aber auf Grund der Erfahrungen, die wir in letzter Zeit gemacht haben, sind wir etwas vorsichtig geworden. Wir sind auf die nächste Woche gespannt, ob alles wie versprochen erledigt wird.


Am 26.10 kam dann die Treppe doch noch...

...und das Parkett war fast fertig.

Und unsere Post hat nun auch ein Zuhause.

Unser Kamin, der verlängert werden mußte und immer noch nicht verkleidet ist.

Freitag, 29. Oktober 2010

Endabnahme verschoben

Wir haben es uns schon gedacht. Zwar haben wir nach dem fulminanten Auftakt am Tag der Vorabnahme kurzzeitig Hoffnung geschöpft, aber, da die Luft im Anschluss schnell raus war, tagelang nichts passierte und das Parkett im Obergeschoss auch noch nicht fertig war, wurde die Endabnahme kurzerhand um fast eine Woche auf den 04.11.2010 verlegt.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Vorabnahme und letztes Audit und noch viel Arbeit in Sicht...

Na ja, das mit der Übergabe und ohne Zwischenfälle ist so eine Sache. Wenn am Tag der Vorabnahme weder die Treppe eingebaut ist noch die Heizung richtig funktioniert und eigentlich noch relativ viele Kleinigkeiten ausgebessert werden müssen, wird einem da schon etwas mulmig bzgl. der Endabnahme, die ja drei Tage später erfolgen sollte. Aber mehr als darauf aufmerksam machen und reden, reden, reden können wir auch nicht. Jedenfalls sind wir im Zuge der Vorabnahme, die von unserem externen Sachverständigen im Rahmen des letzten Audits begleitet wurde, auch auf die Möglichkeit der Verweigerung der Endabnahme aufmerksam gemacht worden, falls die Treppe bis dahin nicht eingebaut werden und die Heizungsanlage weiterhin nicht funktionieren würde. Vor diesem Hintergrund haben wir auch die letzte Ratenzahlung bis auf weiteres zurückgehalten und mit Herrn Bosch vereinbart, dass wir das Geld anteilsmäßig überweisen, sobald die Arbeiten erledigt werden.
Als wir später am Nachmittag erneut im Haus waren, haben wir unseren Augen nicht getraut. Überall Handwerker und Lärm: Es tat sich was. In Windeseile war unsere Treppe dann bis zum frühen Abend fertig. Hier ein dickes Lob an die Handwerker für die Schnelligkeit, sie waren zwar wahrscheinlich auf Grund der Überstunden, die sie bei uns machen mußten, maximal genervt und unhöflich, aber erstens ist das menschlich und zweitens war die Treppe dann auch fertig, so dass uns die schlechte Laune weniger störte. Außerdem haben die Treppenbauer ihren Arbeitsplatz sehr sauber und aufgeräumt hinterlassen, was unserer Erfahrung nach nicht bei allen Handwerkern selbstverständlich zu sein scheint. Aber die Erledigt-Liste ging ja noch weiter: endlich lief die Heizung und die defekten Fliesen wurden ebenfalls ausgetauscht sowie viele andere Kleinigkeiten in den folgenden Tagen erledigt.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals ausdrücklich bei unserem Fliesenleger, der nebenbei auch noch ein sehr netter Mensch war, für die sehr gut und professionell durchgeführten Arbeiten bedanken.

Hier die beiden Meisterwerke des Fliesenlegers...


Ein leider unangenehmer Nebeneffekt, auf den wir schon unseren Bauleiter, Herrn Bosch, aufmerksam gemacht und unseren Unmut darüber geäußert haben, war der Zustand der Baustelle (mittlerweile ist es in unseren Augen keine mehr, sondern es ist unser Haus), den manche Handwerker hinterlassen haben. Es ist schon sehr ärgerlich, wenn man abends ein sauberes Haus hinterlässt und am nächsten Tag Zustände wie nach einem Bombeneinschlag vorfindet. Und wir sprechen hier nicht von ein paar Silikon- oder Putzresten hier und dort. Herumliegende Zigarettenstummel, z. T. auf Fliesen verteilte Zigarettenasche und Unmengen von Müll und Dreck. Es ist immer wieder erstaunlich wie sich Menschen in fremden Häusern benehmen, denn wir sind uns sicher, dass solches Verhalten spätestens vor dem Eintritt ins eigene Heim abgelegt wird (hoffen wir zumindest). Wir möchten hiermit betonen, dass es sich in diesem Fall nur um Mitarbeiter einer bestimmten Firma handelte, da nur der Weg dorthin und das Badezimmer selbst betroffen waren. Ansonsten war dieser indiskutable Zustand während der Bauphase eher eine Ausnahme. Auch unerklärlich warum automatisch und ohne zu fragen im Haus geraucht wird. Beim Rohbau kann man das ja noch verstehen, aber in einem fast bezugsfertigen Haus? Hier können wir, um böse Überraschungen zu vermeiden, zukünftigen Bauherren und Nichtrauchern nur empfehlen, im ganzen Haus Rauchverbotsschilder zu verteilen, in der Hoffnung, dass sich die Handwerker auch daran halten.

Erfreulich: Unser Haus hat beim Blower-Door-Test einen Wert von 0,83 erreicht.